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	<title>Infektion Archive - Tiergesundheitszentrum Südharz GmbH</title>
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	<description>Fachtierärzte in Osterode am Harz</description>
	<lastBuildDate>Thu, 26 Jun 2025 13:40:38 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Tetanus beim Hund &#8211; ein Fallbeispiel</title>
		<link>https://tgz-suedharz.de/tetanus-beim-hund-ein-fallbeispiel</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rebekka Kull]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jun 2025 13:40:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Clostridium tetani]]></category>
		<category><![CDATA[hund]]></category>
		<category><![CDATA[Infektion]]></category>
		<category><![CDATA[Krampf]]></category>
		<category><![CDATA[tetanus]]></category>
		<category><![CDATA[Wundstarrkrampf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dem Besitzer von Labradorhündin Juna ist aufgefallen, dass Junas Ohren seit einer Woche nach oben gezogen wirken und ihre Augen in den Augapfel eingesackt sind. Außerdem trinkt die 3-jährige Hündin seit kurzem deutlich mehr und möchte sich nicht schütteln. An der Hinterpfote hat Juna auch eine ältere Krallenbettentzündung, die lange unentdeckt geblieben ist. Diese Entzündung&#8230; <a class="continue" href="https://tgz-suedharz.de/tetanus-beim-hund-ein-fallbeispiel">Weiter lesen<span> Tetanus beim Hund &#8211; ein Fallbeispiel</span></a></p>
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<p>Dem Besitzer von Labradorhündin Juna ist aufgefallen, dass Junas Ohren seit einer Woche nach oben gezogen wirken und ihre Augen in den Augapfel eingesackt sind. <a></a>Außerdem trinkt die 3-jährige Hündin seit kurzem deutlich mehr und möchte sich nicht schütteln.</p>



<p>An der Hinterpfote hat Juna auch eine ältere Krallenbettentzündung, die lange unentdeckt geblieben ist. Diese Entzündung wurde vom Haustierarzt mit einem Antibiotikum und einem Entzündungshemmer behandelt. Da Juna aber keinen guten Eindruck macht, wurde die Hündin zu uns überwiesen. Sofort fällt uns der Gesichtsausdruck von Juna auf, nämlich ein „Grinsen“, das durch einen Krampf der Gesichtsmuskulatur entsteht. Sie reagiert auch empfindlich auf Licht, kann schlecht schlucken und ist schmerzhaft bei Berührungen am Kopf. Eine ältere Wunde in Zusammenhang mit den genannten Symptomen lässt bei uns direkt den Verdacht einer Tetanusinfektion aufkommen.</p>



<p>Tetanus (Wundstarrkrampf) ist eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Clostridium tetani ausgelöst wird. Tetanus kommt häufig bei Menschen und Pferden, jedoch selten bei Hunden oder Katzen vor. Der Keim lebt weltweit im Erdreich und Straßenstaub. Gefährlich wird es, wenn Dreck mit diesem Erreger in Wunden gelangt und Clostridien tief abgeschlossen in der Wunde ihr Neurotoxin produzieren können. Dies führt zu anhaltenden, schmerzhaften Muskelverkrampfungen, die nicht willentlich gesteuert werden können. Es entstehen typische Symptome wie „Sägebockstellung“ (steife, durchgestreckte Gliedmaßen), Kieferklemme, gespannter Gesichtsausdruck („Risus sardonicus“ wie in Junas Fall), starre/ hochgezogene Rute oder Schluckprobleme.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://tgz-suedharz.de/wp-content/uploads/2025/06/tetanus-bild1-1-scaled.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="993" height="1024" src="https://tgz-suedharz.de/wp-content/uploads/2025/06/tetanus-bild1-1-993x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3608" style="width:537px;height:auto" srcset="https://tgz-suedharz.de/wp-content/uploads/2025/06/tetanus-bild1-1-993x1024.jpg 993w, https://tgz-suedharz.de/wp-content/uploads/2025/06/tetanus-bild1-1-291x300.jpg 291w, https://tgz-suedharz.de/wp-content/uploads/2025/06/tetanus-bild1-1-768x792.jpg 768w, https://tgz-suedharz.de/wp-content/uploads/2025/06/tetanus-bild1-1-1489x1536.jpg 1489w, https://tgz-suedharz.de/wp-content/uploads/2025/06/tetanus-bild1-1-1986x2048.jpg 1986w" sizes="(max-width: 993px) 100vw, 993px" /></a></figure>



<p>Für einen Nachweis von Tetanusantikörpern haben wir Junas Blut ins Labor geschickt. Um Junas Leben zu retten, haben wir die Behandlung bereits eingeleitet, noch bevor das endgültige Untersuchungsergebnis vorlag. Neben der Eingabe von Antibiotika, Schmerzmitteln, Antitoxin zur Neutralisierung des Gifts in der Blutbahn und Muskelrelaxans zur Muskelentspannung sollte Juna zur Stressvermeidung in möglichst ruhiger und dunkler Umgebung gehalten werden und nur kleine Runden spazieren gehen.</p>



<p>3 Tage später lag Junas Blutergebnis vor und war negativ. Dies ist nicht verwunderlich, da die Nachweisrate von Clostridium tetani Antikörpern bei Hunden sehr gering ist. Wir gehen trotzdem von einer Tetanusinfektion aus und glücklicherweise hat die Labradordame auch gut auf die Therapie angesprochen.</p>



<p>Juna hatte einen relativ milden Tetanusverlauf, bei schweren Ausbrüchen sind die Tiere nicht mehr lauffähig, krampfen bis zur Überhitzung oder erleiden eine Atemlähmung. Bei rechtzeitig gestarteter intensiver stationärer Betreuung können aber auch schwere Verläufe erfolgreich behandelt werden.</p>



<p>Die Impfung von Hunden gegen Tetanus wird von der StIKo Vet nicht empfohlen. Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme gegen Tetanus: gute Wundkontrollen!</p>
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		<title>Gefahr durch Zecken: Babesiose bei Hunden</title>
		<link>https://tgz-suedharz.de/gefahr-durch-zecken-babesiose-bei-hunden</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rebekka Kull]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Aug 2024 10:12:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Babesia canis]]></category>
		<category><![CDATA[Babesiose]]></category>
		<category><![CDATA[Einzeller]]></category>
		<category><![CDATA[hund]]></category>
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		<category><![CDATA[Infektion]]></category>
		<category><![CDATA[Parasiten]]></category>
		<category><![CDATA[Zecke]]></category>
		<category><![CDATA[Zeckenprophylaxe]]></category>
		<category><![CDATA[Zeckenschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei Babesia canis handelt es sich um parasitäre Einzeller (Protozoen), die bei Hunden schwerwiegende Infektionen („Hundemalaria“) hervorrufen können. Um ihren Entwicklungszyklus zu vollenden, benötigen Babesien einen Vektor, nämlich bestimmte Zeckenarten. Wird ein Hund durch eine Zecke gebissen, die Babesia canis in sich trägt, befallen die Einzeller die roten Blutkörperchen des Vierbeiners. Dort vermehren sie sich,&#8230; <a class="continue" href="https://tgz-suedharz.de/gefahr-durch-zecken-babesiose-bei-hunden">Weiter lesen<span> Gefahr durch Zecken: Babesiose bei Hunden</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Babesia canis handelt es sich um parasitäre Einzeller (Protozoen), die bei Hunden schwerwiegende Infektionen („Hundemalaria“) hervorrufen können. Um ihren Entwicklungszyklus zu vollenden, benötigen Babesien einen Vektor, nämlich bestimmte Zeckenarten. Wird ein Hund durch eine Zecke gebissen, die Babesia canis in sich trägt, befallen die Einzeller die roten Blutkörperchen des Vierbeiners. Dort vermehren sie sich, wodurch die Blutzellen platzen. Die frei gewordenen Parasiten greifen wiederum weitere rote Blutkörperchen an. Durch die stetig fortlaufende Zerstörung der roten Blutzellen entsteht Blutarmut und der Sauerstofftransport im Körper wird stark eingeschränkt, mit schwerwiegenden Organschäden als Folge (vor allem Nieren sind betroffen).</p>
<p>Hat sich Ihr Hund mit Babesien angesteckt, treten die ersten Anzeichen bereits nach einem Tag oder innerhalb von drei Wochen nach dem Zeckenbiss auf. In manchen Fällen kann die Inkubationszeit auch länger als 3 Wochen ausfallen. Es gibt akute und chronische Verläufe mit einer Vielzahl an hervorgerufenen Symptomen. Für eine eindeutige Diagnose ist eine tierärztliche Abklärung erforderlich.</p>
<p>Babesiose ist behandelbar, aber mit fortschreitendem Stadium verschlechtern sich die Erfolgsaussichten. Menschen können sich nicht mit Babesia canis infizieren.</p>
<p>Früher galt Babesiose als Import-/Reisekrankheit. Mittlerweile besteht für Hunde auch innerhalb Deutschlands das Risiko, sich mit Babesien anzustecken. Durch wärmere Temperaturen hat sich die Buntzecke (Dermacentor reticulatus) als Hauptüberträger dieses Parasiten auch bei uns etabliert. Ein konsequenter, ganzjähriger Zeckenschutz ist daher essenziell.</p>
<p>Buntzecken sind ab 4 °C Außentemperatur und sogar bei Bodenfrost noch aktiv. Leider sind auch mehrfach Krankheitsausbrüche möglich, weil sich nach einer durchgemachten Infektion keine dauerhafte Immunität aufbaut. In endemischen Gebieten oder nach durchgemachter Infektion ist es ratsam, doppelten Zeckenschutz (z.B. Zeckenhalsband und Tablette) anzuwenden. Ein Zeckenbiss reicht für eine Übertragung aus: Frischen Sie den Schutz also nicht erst auf, wenn Ihr Hund von einer Zecke befallen wurde. Hausmittel wie Bernsteinketten oder Kokosöl sind nicht wirksam.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://tgz-suedharz.de/wp-content/uploads/2024/08/babesiose-2.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2887" src="https://tgz-suedharz.de/wp-content/uploads/2024/08/babesiose-2-201x300.jpg" alt="" width="201" height="300" srcset="https://tgz-suedharz.de/wp-content/uploads/2024/08/babesiose-2-201x300.jpg 201w, https://tgz-suedharz.de/wp-content/uploads/2024/08/babesiose-2-687x1024.jpg 687w, https://tgz-suedharz.de/wp-content/uploads/2024/08/babesiose-2-768x1145.jpg 768w, https://tgz-suedharz.de/wp-content/uploads/2024/08/babesiose-2.jpg 847w" sizes="(max-width: 201px) 100vw, 201px" /></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tgz-suedharz.de/gefahr-durch-zecken-babesiose-bei-hunden">Gefahr durch Zecken: Babesiose bei Hunden</a> erschien zuerst auf <a href="https://tgz-suedharz.de">Tiergesundheitszentrum Südharz GmbH</a>.</p>
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